Rückblick:„Trotz allem“ – Kar- und Ostertage 2026 im Jugendhaus Burg Feuerstein

Mit dem Gründonnerstag begannen auf Burg Feuerstein die diesjährigen Kar- und Ostertage für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die 2026 unter dem Leitwort „Trotz allem“ standen. Bereits im Vorfeld hatten das Osterteam sowie die Osterband ihre Proben und Vorbereitungen aufgenommen, sodass sich die rund 150 Teilnehmenden bei ihrer Ankunft in eine sorgfältig gestaltete Atmosphäre hineingenommen wussten.
Das Jugendhaus Burg Feuerstein war bis auf das letzte Zimmer gefüllt. In verschiedenen Kursgruppen – für die Altersstufen 9–12, 13–15, 16–26, junge Erwachsene sowie Familien – wurden die Kar- und Ostertage altersgerecht und gleichzeitig theologisch fundiert erschlossen. Neben kreativen und gruppenpädagogischen Elementen stand das gemeinsame Nachdenken über die Liturgie, persönliche Reflexion und spirituelle Impulse im Mittelpunkt.
Zentraler Bestandteil waren die Gottesdienste der Heiligen Tage, die – wie jedes Jahr – zahlreiche Menschen aus der Region zusätzlich auf die Burg führten. Mehrere hundert Gäste feierten gemeinsam mit den Kursteilnehmenden die Gründonnerstagsliturgie mit Ölbergstunde, die Karfreitagsliturgie, den Bußgottesdienst am Karsamstag und schließlich die feierliche Osternacht am Ostersonntag.
Bei aller jugendgerechten Gestaltung war klar: Der Mittelpunkt dieser Tage ist und bleibt der Weg und das Erleben Jesu Christi.
Die Jugendlichen wurden eingeladen, den Weg Jesu in seiner Tiefe nachzuvollziehen: die Erfahrung von Verrat, Verlassenheit, Schuld und Leid – und zugleich die Hoffnung, die in der Auferstehung liegt.
Das Motto „Trotz allem“ wurde in einer eindrucksvollen Bildsprache sichtbar: Ein großer Kopf mit Gedankenblasen und mehrere Figuren im Kirchenraum machten deutlich, welche Fragen, Sorgen und Herausforderungen junge Menschen heute bewegen. Gleichzeitig erinnerte die Gestaltung daran, dass Jesus „trotz allem“ seinen Weg gegangen ist – im Wissen um das bevorstehende Leid, aber getragen von der Liebe des Vaters.
Diese Zusage weiterzugeben, war ein zentrales Anliegen des Teams.
Darum endete die Osternacht mit einer klaren Botschaft an alle Teilnehmenden:
„Trotz allem – du bist geliebt, so wie du bist.“
In Impulsen und Gruppengesprächen ging es um Fragen wie:
- Wo bin ich schwach oder verletzlich?
- Welche Schuld trage ich – bewusst oder unbewusst?
- Wo verrate ich mich selbst, weil ich nicht zu mir stehe?
- Wo trage ich im Kleinen nicht zum Frieden bei?
Die Jugendlichen waren eingeladen, sich diesen Themen ehrlich zu stellen – nicht, um sich selbst zu überfordern, sondern um im Licht der Osterbotschaft zu erkennen: Gottes Liebe gilt bedingungslos und ruft gleichzeitig dazu auf, das eigene Leben bewusst und verantwortungsvoll zu gestalten.
Aus dem Geist dieser österlichen Hoffnung heraus wurden auch in diesem Jahr während der Tage Spenden für zwei regionale Projekte gesammelt.
Unterstützt wurde die Inobhutnahme Don Bosco in Bamberg, die jungen Menschen in akuten Krisensituationen Schutz und Halt bietet.
Ebenso ging ein Teil der Spenden an den Verein zur Selbstbestimmung behinderter Menschen e.V., der sich dafür einsetzt, dass Menschen mit Einschränkungen trotz allem Chancengleichheit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe erfahren.
Damit wurde sichtbar, dass österlicher Glaube nicht nur gefeiert, sondern auch konkret geteilt wird.
So wurde in diesen Tagen erfahrbar: Die österliche Botschaft ist keine Vertröstung, sondern Ermutigung. Sie sagt:
Wer sich auf den Weg macht, Schuld erkennt und Verantwortung übernimmt, darf gewiss sein, dass Gott ihn begleitet – trotz allem, was das Leben schwer machen kann.
Die Kar- und Ostertage 2026 auf Burg Feuerstein endeten mit einem tiefen Gefühl von Gemeinschaft, Dankbarkeit und österlicher Hoffnung.